Wodka ist immer koscher

Küf Kaufmann

Lesung

Dienstag 24.10.2017

20 Uhr

Societaetstheater

Vorverkauf: Normal 8,80 €

 

Eine Lesung mit Küf Kaufmann ist ein Ereignis der besonderen Art – ein Angriff auf die Lachmuskeln. Nicht nur sein schriftstellerisches Talent stellt er dabei unter Beweis, sondern auch sein komödiantisches, schauspielerisches Geschick. Mit einer gesunden Portion jüdischen Humor blickt der Autor auf sein turbulentes Emigrantenleben:

Ausgebildet als Regisseur in St. Petersburg, leitete er später das Gesangs- und Tanzensemble der Roten Armee. Seit 1980 ist er Regisseur an der Leningrader „Music Hall“. Bei einem Gastspiel des Berliner Friedrichstadtpalastes wurde vereinbart, dass er in Deutschland eine gemeinsame Revue einstudieren könnte. Doch als er kurz nach der Wende in Berlin eintraf, war der Intendant rausgeworfen worden. Das Regieangebot für Kaufmann war dahin und er versuchte sich notgedrungen als Kneipier und lizensierter Bierlieferant für die gerade abziehenden russischen Streitkäfte.

Den Komödianten spürt man in jeder Zeile seines Buches, das mit großer Heiterkeit von der Welt der Künstler in der Zeit des großen Umbruchs erzählt. Alkohol, vor allem Wodka, ist fast immer dabei, doch das Trinken steht nicht im Mittelpunkt, sondern Erinnerungen an sein Leben im Realsozialismus und seine Anfänge im Deutschland der Wendezeit.

Küf Kaufmann lebt mittlerweile mit seiner Familie seit über 20 Jahren in Deutschland. Zahlreiche Auftritte im Kabarett, in der Leipziger „Pfeffermühle“, der Berliner „Distel“ in der Dresdner „Herkuleskeule“ oder im „Neuen Theater“ in Halle folgten. Küf Kaufmann wirkt außerdem seit der Wende an der Wiederbelebung jüdischen Lebens in Ostdeutschland mit. Er ist langjähriger Vorsitzender der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig und Präsidiumsmitglied des Zentralrats der Juden in Deutschland.

https://youtu.be/1BfVObXOhwQ


Foto: Das blaue Sofa - Club Bertelsmann

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