Podiumsgespräch - Ankommen in Deutschland

Juden aus der ehemaligen Sowjetunion zwischen Integration und Selbstbestimmung

Gespräch

Mittwoch 18.10.2017

19:30 Uhr

Jüdische Gemeinde Dresden

Eintritt: Eintritt frei

Mit einer Einführung von Prof. Dr. Julia Bernstein, Dozentin an der Frankfurt University of Applied Sciences und anschließender Diskussion mit Dr. Juri Tsoglin, Vorsitzender der KIW-Gesellschaft Dresden e.V. sowie Dr. Wolfgang Schälike, Vorstandsvorsitzender des Deutsch-Russischen Kulturinstituts Dresden e.V.

Über 200.000 so genannte Kontingentflüchtlinge aus der ehemaligen Sowjetunion sind nach Deutschland eingereist, seit die erste gesamtdeutsche Ministerpräsidentenkonferenz 1991 die Aufnahme sowjetischer Juden beschlossen hat. Diese Zuwanderung hat das jüdische Leben in Deutschland grundlegend verändert: Einerseits hat sie viele jüdische Gemeinden wiederaufleben lassen, andererseits hat sie auch zu Problemen geführt.

Doch was bleibt nach den wilden 1990er Jahren und der damaligen Aufbruchsstimmung? Wie haben sich die Zuwanderer integriert? Wie haben die Alteingesessenen die ungeahnten Herausforderungen bewältigt? Welche Krisen und Konflikte haben den Eingliederungsprozess begleitet und welche Auswirkung hat die Zuwanderung auf die Struktur der Gemeinden und deren religiöses und kulturelles Leben? Welche jüdischen Identitätskonzepte und Lebensformen setzen sich in der zweiten Generation der Zuwanderer durch?

In Kooperation mit dem Deutsch-Russischen Kulturinstitut e.V.

Foto: Andreas Levers / flickr.com CC BY-NC

zurück