Was bliebe vom europäischen Verstand übrig, wenn man den jüdischen davon abzöge?

Mit Schauspieler Lars Jung & Pianistin Sonnhild Fiebach

Lesung

Dienstag 27.10.2015

20 Uhr

Societaetstheater

Vorverkauf: 10 Euro / erm. 7 Euro

Mit dem Fall Jerusalems ging einstmals die staatliche Selbstständigkeit der Juden zu Ende. Für das Volk Israel begann das Leben in der Diaspora und das jüdische Leben entfaltete sich in verschiedenen Kulturen und Ländern der Welt. Fast überall, wo Juden hinkamen, waren sie Fremde und Außenseiter. Das zwang sie zur Annahme bestimmter Verhaltensweisen. Es blieb die Wahl zwischen Anpassung oder Vereinzelung. Einerseits möchte diese Lesung aufzeigen, wie die Juden die Geschichte der Länder, in denen sie wohnen mussten, beziehungsweise wohnen wollten, mitgestalteten, wie sie aktiv an philosophischen und wissenschaftlichen Denkprozessen teilnahmen und wie sie Kunst und Kultur auf kreative Weise bereicherten. Anderseits sollen aber auch die Schwierigkeiten, Repressalien und Vorbehalte, gegen die sie zu kämpfen hatten, Beachtung finden.

Gefördert durch den Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. - Regionale Arbeitsgruppe Dresden

With the disruption of the 1st Temple in Jerusalem the so called Jewish diaspora began. For centuries, Jews were obliged to move from one country to the next. Although on the one hand, this experience was a source of pain and sorrow, on the other hand, it contributed to develop also some positive aspects that are now considered typical of the Jewish culture such as for example open-mindedness or multilingualism and cosmopolitanism. During this lecture, the actor Lars Jung is going to focus on both sides of life in the Diaspora.

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