Grußwort des Schirmherren

Foto: Foto-AG Gymnasium Melle

Ein großer Dank vorab an Avery Gosfield und das gesamte Festivalteam, das in diesen ebenso unsicheren wie herausfordernden Zeiten alles dran gesetzt haben, auch 2020 die Jüdische Woche in Dresden stattfinden zu lassen. Mit einem Programm, dass sich ebenso sehen wie hören lassen kann: mit spannenden Diskussionsrunden, dem Blick über den konfessionellen Tellerrand hinaus und der Jüdischen Ballnacht, die ein besonderer Höhepunkt des Festivals sein wird.

Ich begrüße es außerordentlich, dass auch die 24. Jüdische Woche in Dresden Jung und Alt gleichermaßen in den Blick nimmt, dass bei der breiten Palette an Veranstaltungen der Spaß und die Freude ebenso zum Zug kommen wie nachdenkliche Momente – alles getragen von dem besonderen Anliegen des Festivals, Jüdisches Leben in Sachsen interessant und vielfältig zu präsentieren.

Die Kontinuität der Festivals in Dresden sind für mich ein wichtiger Indikator, dass das öffentliche Interesse an Jüdischem Leben in Sachsen keine Eintagsfliege ist. Und so soll es sein: jeder Tag in Sachsen ist auch ein Tag Jüdischen Lebens in und für Sachsen. Herausgehobene Events wie das Festival in Dresden geben diesem neue Impulse, sie bieten vielen Interessierten und künstlerisch tätigen Akteuren Raum für gegenseitiges Kennenlernen und Gespräche. Darauf wächst Verbundenheit, die wir nicht nur heute, sondern auch morgen brauchen und auf die wir zählen können.

Nur wenn wir es schaffen, gemeinsam in Selbstverständlichkeit, gegenseitiger Achtung und dem Respekt vor dem Anderen in einem echten Miteinander zu leben und füreinander einzustehen, werden wir uns erfolgreich und vielstimmig gegen Antisemitismus und antijüdische Ressentiments zur Wehr setzen können.

Gemeinsam feiern und gemeinsam Haltung zeigen – dies ist der Anspruch der Jüdischen Wochen in Dresden. Ich wünsche der diesjährigen Ausgabe viel Erfolg.

Zay gesunt!

 

Beauftragter der Sächsischen Staatsregierung für das Jüdische Leben

Dr. Thomas Feist