Grußwort der Schirmherren

Foto: Klemens Renner
"Wer sich seinem Schicksal beugt, hat bereits verloren.
Wer die Welt zum Besseren verändern möchte, wird viele Möglichkeiten finden es zu tun."

Es ist bedauerlich, dass der Nah-Ost-Konflikt die jüdisch-muslimischen Beziehungen auf der ganzen Welt negativ beeinflusst. Die gegenseitigen Vorurteile sind so verwurzelt, dass niemand den ersten Schritt wagen möchte. Unschöne Ereignisse überschatten täglich das einst erfolgreiche und – von heute aus betrachtet – utopisch zu sein scheinende Miteinander von Juden und Muslimen in Andalusien und im Osmanischen Reich.

Dieses Miteinander ist aber nicht nur mittelalterliche Geschichte: Mehr als siebzehn »Raoul Wallenbergs« gab es unter den türkischen Diplomaten, die zur Zeit des Nationalsozialismus Menschlichkeit bewiesen. So verlieh der Generalkonsul in Marseille, Behiç Erkin, 18.000 Juden die türkische Staatsbürgerschaft und rettete sie damit vor der Ermordung.

Ein islamischer Gelehrter sagte: »Der Mensch ist den Dingen verfeindet, die er nicht kennt.« Die Lösung des Problems ist also »miteinander reden, sich gegenseitig kennen lernen und zueinander finden«. Wir versuchen seit mehreren Jahren unseren Beitrag mit Worten und Taten im House of One zu leisten. Es ist uns eine Freude, die Jüdische Musik- und Theaterwoche in Dresden gemeinsam als Schirmherren begleiten zu dürfen - ein Festival, welches eine unzertrennliche kulturverbinde Freundschaft auch in unserer Zeit anstrebt.

Iman Kadir Sanci & Rabbiner Andreas Nachama
Vertreter des Berliner House of One