Festivalthema: Die Jekkes kommen!

Zum 25. Mal reflektiert das Festival, seit 2020 unter der künstlerischen Leitung von Avery Gosfield, an verschiedensten Dresdner Orten die vielschichtigen Beziehungen und Fragestellungen des Judentums in Deutschland. Die Jubiläumsausgabe der Jüdischen Woche widmet sich den Jekkes. So nannte man – wegen ihrer demonstrativ getragenen Jacken – Juden, die sich besonders mit der deutschen Kultur identifizieren und im Gegenzug eine bleibenden Eindruck auf die deutsche Kultur hinterlassen haben: Marx… Freud… Einstein… War da was?

In diesem Jahr freuen wir uns unter anderem auf Grammy-Gewinner und Artist in residence Frank London, Queer-Diva Anali Goldberg, die feministische Choreografin, Reut Shemesh, das All-Star Semer-Ensemble mit Alan Bern und Lorin Sklamberg oder die Videokünstlerin Shiran Eliaserov.

Eingebettet ist die Jüdische Woche Dresden in das nationale Festjahr 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland.

———

Die Jüdische Musik- und Theaterwoche Dresden e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der jüdische Kunst und Kultur einem großen Kreis interessierter Menschen zugänglich machen und das jüdische Leben in die Öffentlichkeit bringen möchte. Das jährlich stattfindende Festival, Jüdische Woche Dresden, ist ein der Ort der Begegnung, des Entdeckens und des Vergnügens. Es ist für uns eine zentrale Aufgabe, stereotypen Bildern entgegenzuwirken und mit der Präsentation einer jüdisch-kulturellen Diversität zum Gelingen einer offenen und pluralistischen Gesellschaft beizutragen.

Das Festival setzt sich jedes Jahr unter einem thematischen Fokus mit aktuellen Themen auseinander: Beispielsweise mit dem Muslimisch-Jüdischen Dialog (2016), Migration (2014) oder Junge Jüdische Kultur (2015). Das Angebot reicht dabei von Musik, Literatur, und Theater über Filme, Angebote für Kinder und Jugendliche bis zu einem Food Festival oder einem Tag der offenen Synagoge.