Über uns
Die Jüdische Woche Dresden ist ein Festival für zeitgenössische jüdische Kunst und Kultur in ihrer ganzen Vielstimmigkeit. Konzerte, Theater, Tanz, Performance, Literatur, Film und Gespräch bringen alljährlich im Herbst internationale künstlerische Positionen nach Dresden und eröffnen Räume für Begegnung, Austausch und Auseinandersetzung. Dabei erscheint jüdisches Leben nicht allein im Spiegel der Geschichte, sondern als lebendige, vielfältige und auch widersprüchliche Gegenwart.
Die Anfänge des Festivals reichen bis ins Jahr 1996 zurück. Damals wurde unter Federführung von Detlef Hutschenreuter und aus dem Umfeld des Rocktheaters Dresden e. V. die „Jiddische Musik- und Theaterwoche Dresden“ gegründet – als eine seinerzeit deutschlandweit nahezu einzigartiger Plattform für jiddischsprachige Künstler:innen und Literaten, für Musik, Theater und Literatur der vor der Shoah so reichen osteuropäisch-jüdische Kultur.
Mit den Jahren wuchs das Festival: künstlerisch, thematisch und geografisch. Weitere Perspektiven, Ausdrucksformen und Geschichten kamen hinzu. Aus der Jiddischen Musik- und Theaterwoche wurden zunächst die „Begegnungen mit Jüdischem Leben“ und, seit 2012 trägt das Festival den Namen „Jüdische Woche Dresden“. Das Jiddische bleibt jedoch ein wichtiger Bezugspunkt.
Heute treffen bei der Jüdischen Woche Dresden unterschiedliche Biografien, Generationen und künstlerische Sprachen aufeinander. Erinnerung verbindet sich mit Gegenwart, Tradition mit Veränderung, lokale Erfahrung mit internationalen Perspektiven. Das Festival lädt dazu ein, zuzuhören, Fragen zu stellen, miteinander ins Gespräch zu kommen und zu feiern – neugierig, offen und auf Augenhöhe.
Getragen wird die Jüdische Woche vom Verein Jüdische Musik- und Theaterwoche Dresden e. V. Gemeinsam mit dem Societaetstheater Dresden als Kooperationspartner und Festivalort, zahlreichen Förderern und engagierten Dresdnerinnen und Dresdnern gestaltet er das Festival Jahr für Jahr neu. Dabei wählt eine Jury aus den eingegangenen Bewerbungen und den Vorschlägen der Kurator:innen die künstlerischen Beiträge aus.
Die aktuelle Satzung des Vereins kann hier eingesehen werden.