noch 1 Woche: 28. Jüdische Woche Dresden – Einladung zum Perspektivwechsel und Austausch beim Symposium “Speaking of us” am 23.10. ab 9:30
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Vielleicht sind Sie, sofern Sie sich in Dresden aufhalten, auch außerhalb des virtuellen Raums schon auf Vorboten der Jüdischen Woche gestoßen. An vielen Stellen im Stadtgebiet hängen Plakate und leuchten im schon vertrauten Magenta-Farbton zwischen den spektakulären Farben des Herbstlaubs. Wir vom Festivalteam sind zunehmend aufgeregt, denn in einer Woche geht es los! Haben Sie denn schon Ihre Tickets gebucht ?
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Wenn Sie außer auf Musik, Theater oder Literatur auch richtig Lust auf Austausch und keine Scheu vor englischer Sprache haben – und vielleicht sogar selbst in Kultur, Erinnerungskultur oder Politik tätig sind – wollen wir Ihnen unser Symposium sehr ans Herz legen. Am Donnerstag, 23.10., von 9:30 bis 16:30 sprechen spannende Speakern aus ganz Europa mit den Gästen über Themen wie künstlerische Selbstrepräsentation, die Rückeroberung von Erinnerung und den Aufbau kultureller Ermächtigung. In Arbeitsgruppen werden praktische Strategien zur Neugestaltung der Erinnerungskultur und zur Rückgewinnung von Raum für jüdische Perspektiven entwickelt.
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Wie im gesamten Festival ist eine eigene jüdische Identität keine Voraussetzung zur Teilnahme, im Gegenteil freuen wir uns über vielfältige Perspektiven und die Bereitschaft, zuzuhören und den eigenen Denkraum zu teilen und erweitern. Sie können sich noch bis zum 22. Oktober anmelden mit einer Mail an Bettina Lehmann unter orga@juedische-woche-dresden.de.
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Das Symposium findet in enger inhaltlicher und organisatorischer Kooperation mit FestivALT in Kraków statt, einer multidisziplinären jüdischen Kulturorganisation, die sich mit dem heutigen jüdischen Polen mittels kritisch engagierter Performancekunst und Aktivismus auseinandersetzt. Mit Lena Rubenfeld und Aleksandra Janus sind von dort zwei der profiliertesten und engagiertesten Kulturmacherinnen und -aktivistinnen der jüdischen Kultur in Polen in Dresden. Gemeinsam mit der Bildungsaktivistin und Community-Managerin Sonja Viličić aus Belgrad, die Geschäftsführerin der einzigen jüdischen NGO in Serbien war und seit Anfang dieses Jahres das Projekt Cities embracing Jewish Heritage der europäischen Organisation AEPJ leitet, bespricht Rubenfeld auf einem Panel am Vormittag Sichtbarkeit und Möglichkeiten des Empowerments für jüdische Kulturarbeit. Auf einem weiteren von drei Panels geben Maria Ka, die als Musikerin auch das Eröffnungskonzert des Festivals am Abend gibt, und die deutsch-israelische bildende Künstlerin Maja Gratzfeld Impulse zu historischer Verortung, Konflikten und Möglichkeiten jüdischer Kunst. Maria hat - typisch für Juden und Jüdinnen ihrer Generation in Polen - ihr Jüdischsein erst spät entdeckt und sich angeeignet, genau wie die jiddische Sprache, in der sie neben ihrer Lehrtätigkeit als Judaistin hauptsächlich singt. Am Nachmittag werden zwei Arbeitsgruppen tiefer in Themen einsteigen. Die Künstlerin und Gründerin des Community-Projekts Oy Vey Amsterdam Lievnath Faber widmet sich gemeinsam mit der aus Prag anreisenden Künstlerin Tamara Moyzes Fragen vom Raum und Sichtbarkeit. Janus aus Kraków leitet mit der ebenfalls aus Polen kommenden bildenden Künstlerin Karolina Freino, die manchem in Dresden schon ein Begriff sein dürfte, eine Arbeitsgruppe zu Aspekten und Strategien von Erinnerungskultur.
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Diese Appetithäppchen sind nur wenige der spannenden Themen und Menschen des Symposiums. Schauen Sie gern ins Programm, wir freuen uns, wenn Sie Zeit und Lust haben, selbst dabei zu sein!
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Ihr Festivalteam der 28. Jüdischen Woche
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