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Jüdischer Ball 2022

Afn Veg tzu Sholem – mit Druzi und Tanzmeisterin Sayumi Yoshida

Es wird wieder aufgespielt! Unseren wilden Ritt durch diesen Abend begleiten Tanzmeisterin Sayumi Yoshida und die ukrainische Allstar-Exil-Band DRUZI. Die alten Rhythmen dieses unruhigen Landes, welche die Menschen zusammenbringen, um die Gemeinschaft zu stärken, verwandeln diesen Abende in ein rauschendes Miteinander.

Dieses einzigartige Ensemble bringt unter der Leitung des in Berlin lebenden jüdischen Geigers Craig Judelman und der Kiewer Klarinettistin Mitia Gerasimov (derzeit als Flüchtling in Polen lebend) ukrainische Exil-Musiker:innen zusammen. Es ist ein Schritt zur Heilung einer langen Geschichte, die nicht immer friedlich war, aber immer geteilt wurde.

Da sich traditionelle Musik in verschiedenen Formationen manifestierte, von Solo-Instrumentalisten und Barden bis hin zu kleinen Streicherensembles, Vokalchören und größeren Bands, versammelt dieses Projekt Interpreten auf verschiedenen Instrumenten, um dieses Repertoire zu teilen, insbesondere im Kontext der Tanzmusik.

Die alten Rhythmen dieses unruhigen Landes, die Menschen physisch zusammenbringen und die Kraft des Rhythmus und der Bewegung nutzen, um Gemeinschaft und Verbindung zu stärken, werden diesen Abende in ein rauschendes Miteinander verwandeln.

Band:
Daria Fomina (Kharkiv-Hamburg) – Flöte
Gennadiy Fomin (Kharkiv) – Klarinette
Mitia Gerasimov (Kyiv-Lublin) – Klarinette
Sergej Topor (Kyiv -Lublin) – Akkordion
Natalia Kasyanchik (Vynnitsa – Warsaw) – Domra
Maria Viksina (Kyiv – Berlin) – Torban
Olena Yeremenko (Lviv – Warsaw) – Violine
Craig Judelman (Berlin) – Leiter, Violine

Im Rahmen von „Bleibt neugierig. Kulturstadt Dresden 2022″
Gefördert durch Landeshauptstadt Dresden & Kulturstiftung Sachsen
Nov 12 2022

Details

Datum: 12. November
Beginn: 20:00
Eintritt: 10 € – 12 €
Veranstaltungs- kategorie: , ,

Venue

Trinitatiskirche

Trinitatisplatz 1
Dresden, 01307

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Jiddische Musik und Kultur entwickelten sich in ganz Osteuropa durch Jahrhunderte des Austauschs und der kulturellen Co-Creation. Es gibt unzählige Beispiele für gemeinsame Melodien, Lieder, Tänze, Essen und Sprache, und einige der wichtigsten Sammlungen jüdischer Klezmer-Musik wurden im 20. Jahrhundert in der Ukraine gemacht. Durch die Erforschung der Verbindungspunkte und der stilistischen Nuancen, die jeder Tradition ihren besonderen Geschmack verleihen, hebt dieses Projekt die Teile unseres Erbes hervor, die uns miteinander verbinden, und ist ein Gegengewicht sowohl zu politischen Botschaften von Nationalismus und Exklusivität als auch zu kulturellen Tendenzen, uns zu isolieren und traditionelle Musik als Mauer statt als Brücke zu nutzen.

Tanzmeisterin Sayumi Yoshida lebt und arbeitet seit 1987 als selbständige Grafikerin in Berlin. Nach ihrem Studium an der Hochschule der Künste Berlin (heute UdK) arbeitete sie als freischaffende Künstlerin und realisierte diverse Performances, Sound- und Rauminstallationen. Sayumi gibt regelmäßig Tanzworkshops in Japan an der Universität Osaka und bei Japanese‐Jewish Friendship and Study Society in Kobe. Neben dem jiddischen Tanz ist ihre zweite große Leidenschaft der traditionelle süd-italienische Tanz Tarantella. Seit 2006 ist sie Mitglied des Berliner Tanz-Ensembles "TarantaScalza" (Leitung: Margherita D'Amelio), mit dem sie auf vielen Festivals auftritt.