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Semer Ensemble

Im Berlin der 1930er Jahre machten jüdische Musiker lebendige Musik, von Schlager, Volksliedern und Kabarett in verschiedenen Sprachen über Kantorei-Musik bis hin zur leichten Oper und mehr. Ihr künstlerisches Schaffen blühte auch nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten auf, als diese die Auftrittsmöglichkeiten der Musiker:innen schon längst einschränkten.

Fünf Jahre lang betrieb der Berliner Buchhändler Hirsch Lewin ein Plattenlabel namens Semer, welches sich dem eklektischen Schaffen jüdischer Musiker:innen widmete. Bis 1936 produzierte er unbeeindruckt von der Willkürherrschaft Musik – bis sein Geschäft während des Pogroms am 9. November 1938 endgültig zerstört wurde. Die zahlreichen Alben auf zerbrechlichen Schellackplatten gingen dabei nahezu vollständig verloren.

2012 beauftragt das Jüdische Museum Berlin mit Alan Bern einen der profiliertesten international Vertreter der neuen jüdischen Musik mit einem Programm zeitgenössischer Interpretation aus dem Semer-Katalog. Von der Vielzahl an Liedern wählten sie jene, die sie auf die ein oder andere Weise am meisten berührt haben. In einigen Fällen haben versuchten sie, die Originalsounds der Songs  widerzugeben, in anderen Fällen sind die Aufnahmen der Ausgangspunkt eigener musikalischer Kreationen. Mit diesem unpuristischen Zugang sehen sie sich ganz im Geiste von Semer: Ein Konzert als Hommage an das Label und seine Künstler:innen, nicht nur um die Erinnerung zu erhalten sondern um sie heute zu feiern und fortzusetzen, wofür sie mit ihrem Leben und ihrer Musik standen.“

Mit Grammy-Gewinner Lorin Sklamberg, Daniel Kahn, Mark Kovnatskiy, Martin Lillich, Paul Brody und Fabian Schnedler.

Okt 03 2021

Details

Datum: 3. Oktober
Beginn: 20:30
Eintritt: 16 € – 22 €

Venue

Societaetstheater Dresden

An der Dreikönigskirche 1A
Dresden, 01097