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Athen & Hamburg – Sicherer Hafen

Antisemitismus ist in Dresden sowie im restlichen Sachsen auch heute noch weit verbreitet – um diesem Problem nachhaltig zu begegnen, sind die Vermittlung von Hintergrundwissen und die Sensibilisierung für jüdische Geschichte, Traditionen und Bräuche vor und nach dem Holocaust unerlässlich. Hierzu eignet sich „Oral History“, Erfahrungsgeschichte die eine persönliche, nahbare und beinahe „erlebbare“ Darstellung von historischen Ereignissen ermöglicht.

Die Dokumentarfilmreihe des Projekts „HANNAH – Challenging and Debunking Antisemitic Myths“ gibt den Zuschauern die Möglichkeit, die Geschichte, die Kultur und das moderne Leben der jüdischen Gemeinden in fünf europäischen Städten zu erkunden: Athen, Dresden, Hamburg, Krakau und Novi Sad.

HANNAH besteht aus fünf Episoden, die sich jeweils auf eine der fünf europäischen Städte konzentrieren.

Die Episode über Hamburg gibt anhand von Interviews mit Historikern, Mitgliedern der jüdischen Gemeinde und Vertretern der Zivilgesellschaft wie Rabbiner Bistritzky, Stefan Hensel, Carmen Bisotti und weiteren einen Überblick über die Geschichte der Juden von ihrer ersten Ansiedlung in Hamburg bis heute, das heutige Leben der Juden in Hamburg sowie das Phänomen des Antisemitismus in Hamburg. Zusätzlich werden ebenfalls Hamburgs Strategien und politische Maßnahmen, Projekte der Zivilgesellschaft, Austauschprogramme und Sensibilisierungsmaßnahmen zur Bekämpfung des Antisemitismus vorgestellt.

Die Episode über Athen gibt den Zuschauerinnen und Zuschauern die Möglichkeit, eine kurze Reise durch die Geschichte der Jüdischen Gemeinde Athen zu erleben, wie sie von ihren Vertreterinnen und Vertretern, insbesondere dem Präsidenten der JCA, Alvertos Taraboulous, und dem Direktor der JCA, Taly Maira, beschrieben wird. Der Rabbiner von Athen, Gabriel Negrin, und die Direktorin des JMG, Zanet Battinou, erörtern kurz historische Aspekte des jüdischen Lebens in Athen und die Rolle des Jüdischen Museums Griechenlands bei der Förderung des jüdischen Lebens in Griechenland und der Bekämpfung des Antisemitismus. Der zweite Teil des Dokumentarfilms widmet sich der Kultur, dem religiösen Leben, aber auch dem Gedenken an den Holocaust und Trauma. Diese Themen wurden auch mit der renommierten zeitgenössischen Künstlerin Artemis Alcalay diskutiert. Die JMG-Forscherin Dr. Alexandra Patrikiou berichtet über die Geschichte des Antisemitismus in Griechenland sowie über die aktuellen antisemitischen Herausforderungen, mit denen die griechische Gesellschaft konfrontiert ist. Die Folge schließt mit der Opern- und Theaterstudentin Annita Soussi, die auf wundersame Weise „Adio Kerida“, ein traditionelles ladinisches Lied, singt.

Die Veranstaltung ist kostenfrei – wir freuen uns über eine Spende.
Nov 17 2022

Details

Datum: 17. November
Beginn: 20:00
Eintritt: Kostenlos
Veranstaltungs- kategorie: ,

Venue

Jugend- & Kulturprojekt e.V.

Hechtstraße 17
Dresden, 01097

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Der Jugend- Kulturprojekt e.V. wurde 2004 in Dresden gegründet und engagiert sich im Kunst-, Kultur und Bildungsbereich.

Das Team möchte durch seine Arbeit Dresden und andere Städte in Europa zu besseren Orten machen wollen, in denen ein friedliches Miteinander, Leben, Wachsen und Gestalten möglich ist.

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