Lade Veranstaltungen

Dresden – Sicherer Hafen

Joint-Venture-Rundgang zu vergessenen Orten der kolonialen und jüdischen Geschichte Dresdens aus dem Projekt „Hidden Histories“

Jorge Gomondai ist das erste Todesopfer rassistischer Gewalt in Sachsen nach der Wiedervereinigung. Sein Tod hat das Leben vieler Menschen in Dresden nachhaltig verändert.

Die Gedenkplakette am gleichnamigen Platz erinnert an die Nacht zum Ostersonntag 1991 als er von erkennbar rechten Jugendlichen in der Dresdner Neustadt aus der fahrenden Bahn gestoßen wurde und am 6. April 1991 an seinen Verletzungen starb. Die Polizei schloss ein von rechter Gewalt motivierte Tat aus und sicherte die Beweise nicht richtig.

Eine sensible Aufarbeitung des Mordes an Jorge Gomondai durch das Projekt „Gegen uns“

Eine Führung durch Dresden Postkolonial und Hatikva.
Die Veranstaltung ist kostenfrei – wir freuen uns über eine Spende.

Foto: Gegen uns

Nov 16 2022

Details

Datum: 16. November
Beginn: 17:00 - 18:30
Eintritt: Kostenlos
Veranstaltungs- kategorie:

Venue

Jorge-Gomondai-Platz

Jorge-Gomondai-Platz
Dresden, 01097

Google Karte anzeigen

Jorge Gomondai kam 1962 in Chimoio, Mosambik, zur Welt, wo er gemeinsam mit einem Bruder aufwuchs. Im Alter von 18 Jahren kam er 1981 als ein so genannter Vertragsarbeiter in die DDR. Er lebte zunächst in einem Dresdner Ausländerheim und arbeitete im Schlachthof Dresden. Zuletzt wohnte er in einer Wohnung auf der Holbeinstraße 42.

Der Verein Dresden Postkolonial e.V. wurde 2013 gegründet und ist aus einem Seminar zu Stadtgeschichte an der TU Dresden hervorgegangen. Die Vereinsmitglieder organisieren unter anderem thematische Stadtrundgänge, die mit einer rassismuskritischen und postkolonialen Bildungsarbeit aufklären möchte. Außerdem organisiert und plant der Verein Demonstrationen und spezifische Aktionen, die in der Auseinandersetzung mit öffentlichen Institutionen neue Perspektiven auf die Geschichte und die Gegenwart Dresdens liefern.

Die Bildungs- und Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur Sachsen e.V. ist seit ihrer Gründung im September 1992 dem Anliegen verpflichtet, über jüdische Geschichte und Kultur in Vergangenheit und Gegenwart in großer Breite zu informieren. Vorausgegangen waren der Eröffnung über zwei Jahre intensiver ehrenamtlicher Aufbauarbeit. Seitdem entwickelte sich HATiKVA e.V. zu einer weit über die Stadtgrenzen von Dresden hinaus wirkenden Bildungs- und Kultureinrichtung, die in ihrer thematischen Spezifik, in ihrer Angebotsbreite aber insbesondere im Schwerpunktbereich außerschulischer Jugendbildung, im Freistaat Sachsen bisher einmalig ist.

http://dresden-postkolonial.de